Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leserinnen und Leser,
wussten Sie schon, dass die Kliniken Erlabrunn GmbH seit 2013 eine eigene Klinik für Kardiologie aufweist mit individualisierter und personalisierter Diagnostik und Therapie, moderner, nicht invasiver apparativer Diagnostik, stationärer und ambulanter Herzschrittmacher- und Defibrillatortherapie, invasiver Elektrophysiologie und mit dem speziellen Schwerpunkt der Psychokardiologie?
Unter dem Motto der Deutschen Herzstiftung 2025 "Gesunde Gefäße – gesundes Herz: Den Herzinfarkt vermeiden“ ist es unser Anliegen, insbesondere Menschen mit drohender oder manifester Herzerkrankung frühzeitig und fachgerecht zu behandeln und in unserer Herzschwäche-Ambulanz langjährig nach zu betreuen.
Eine Herzschwäche kann akut oder langsam fortschreitend auftreten und zählt zu den Herzerkrankungen mit den häufigsten voll stationären Krankenhausaufenthalten. Sie hat sehr unterschiedliche und individuelle Ursachen und ist mit einem hohen Leidensdruck für die Betroffenen verbunden.
Die Klinik umfasst 25 Betten, davon 3 Überwachungsbetten und 3 weitere mobile Telemetrie-Einheiten.
Zu den Schwerpunkten unserer Klinik gehören die Untersuchung und Behandlung von Menschen mit Herzrhythmusstörungen, die Langzeitbetreuung von Patientinnen und Patienten mit schwerer Herzschwäche sowie die nichtinvasive Ischämiediagnostik.
Anhand invasiver und nichtinvasiver elektrophysiologischer Untersuchungen können Herzrhythmusstörungen erkannt, lokalisiert, mit Implantation eines Herzschrittmachers oder Defibrillators oder durch Radiofrequenzablation mit hohem Erfolg behandelt werden. Ein 3-D-elektroanatomisches Darstellungsverfahren dient dabei dem schonenden und sparsamen Einsatz von Röntgenstrahlen.
Wann ist eine stationäre Einweisung erforderlich?
- Zunehmende Leistungsminderung, Luftnot unter körperlicher Belastung und in Ruhe, Schwellungen der Füße, Beine, unklare Gewichtszunahme, nächtlicher Harndrang oder Hustenreiz, belastungsabhängige Schmerzen im Brustkorb können hinweisend sein auf die Entwicklung eine Herzschwäche
- Wenn trotz Ausschöpfung der ambulanten Diagnostik und Therapiemöglichkeiten keine Linderung Ihre Beschwerden erreicht werden kann oder wenn die Beschwerden innerhalb sehr kurzer Zeit auftreten und rasch fortschreiten, wird eine stationäre Einweisung erforderlich.
- Bei innerhalb weniger Stunden oder Minuten eintretenden und ihr Allgemeinbefinden sehr stark beeinträchtigenden Beschwerden sollten Sie den Rettungsdienst alarmieren über den bekannten Notruf 112, um schnellstmöglich ärztliche Behandlung und wenn erforderlich lebenserhaltende Maßnahmen zu erhalten.
Kontaktadresse:
- Im Notfall: 112
- Bei akuten, nicht schwerwiegend beeinträchtigenden Symptomen Vorstellung in der Notfallambulanz
- Bei planmäßiger Einweisung Kontakt über das Sekretariat unserer Klinik: 0 37 73 -62 9 03
Menschen mit akuter oder chronischer Herzschwäche können nach der stationären Diagnostik und Therapieeinstellung in unserer hochspezialisierten Ambulanz langjährig betreut werden.
Wie und unter welchen Voraussetzungen erfolgt die ambulante Nachbetreuung?
- Bei Feststellung einer schweren Herzschwäche mit Luftnot und Leistungseinschränkung unter geringer körperlicher Belastung ist eine langfristige Nachsorge in unserer Herzinsuffizienzambulanz mit jährlicher Wiedervorstellung möglich.
- Erforderlich ist dafür ein Überweisungsschein aus der hausärztlichen Praxis mit Angabe der Diagnose: Schwere Herzschwäche NYHA Stadium III und genauer Adressierung an die Herzinsuffizienzambulanz.
Kontaktadresse:
- Sekretariat unserer Klinik: 0 37 73 – 62903 oder
- Sprechstunden-Telefon: 0 37 73 -62 9 24
Herzschrittmacher- und Defibrillator-Ambulanz
Dienstag
09:00 - 11:30 Uhr nach Vereinbarung
Für alle Terminvereinbarungen melden Sie sich bitte in der Funktionsabteilung unter 03773 6-2927.
In unserem Sektor der ambulanten Operationen bieten wir Ihnen ambulante Schrittmacherimplantationen sowie ambulante Schrittmacher- und Defibrillator-Wechsel an. Dafür stehen Ihnen zwei interventionell erfahrene Kardiologen sowie ein ebenfalls operativ tätiger Facharzt für Innere Medizin zur Verfügung.
Die Kontaktaufnahme erfolgt über das Sekretariat der Klinik für Kardiologie oder über unsere zentrale Ambulanz/Teilbereich ambulante Operationen.
Kontaktadresse:
- Sekretariat unserer Klinik: 0 37 73 – 62903 oder
- OP-Ambulanz: 0 37 73 -6 3290
- Kardiologische Funktionsdiagnostik: EKG, Spätpotentialanalyse, Langzeit-EKG, Langzeitblutdruckmessung, Ergometrie, Ergospirometrie, Stressechokardiografie, 6-Minuten-Gehtest, Lungenfunktionstest, nicht invasive hämodynamische Messungen, Bioresonanz-Test, Kipptisch- und Schellong-Test.
- Bildgebende Diagnostik: 2D- und 3D-Echokardiografie, Stressechokardiografie, Doppler- und Duplexsonografie der venösen und arteriellen Gefäße, 2D- und 3D-TEE (Schluckechokardiografie)
- Nachsorge: Ereignisrekorder-, Herzschrittmacher-, Defibrillator-Nachsorge mit kontinuierlicher Heimüberwachung über das HomeMonitoring-Netzwerk Erlabrunn.
- Neuro-kardiologische Diagnostik in Kooperation mit den Fachärzten für Neurologie unseres Hauses
- Ereignisrekorder-, Herzschrittmacher-, Defibrillator-Implantationen und –Wechsel
- Spezielle Device-Therapie bei schwerer Herzschwäche durch Implantation von CRT-Schrittmacher und –Defibrillator, CCM-Therapie
- Elektrophysiologische Diagnostik und Therapie mit komplexem 3D-mapping
- 3-D-TEE-gestützte medikamentöse und elektrische Elektrokardioversion
- Kardio-MRT in Kooperation mit der Röntgenabteilung unseres Hauses
- Linksherzkatheter (Kooperation mit externem Herzkatheterlabor)
Bereits während des stationären Aufenthaltes oder im Rahmen unserer Herzinsuffizienz-Ambulanz achten wir auf seelische Belastungen, die im Zusammenhang mit der Herzerkrankung auftreten können. Auf Wunsch oder bei entsprechender Indikation bieten wir ein psychokardiologisches Gespräch zur emotionalen Entlastung und ersten Orientierung an.
Ein fester Bestandteil unseres stationären Angebots ist die täglich stattfindende Herzgruppe.
In dieser offenen Gruppe werden Atem-, Bewegungs- und Entspannungsverfahren mit psychophysiologischen Aspekten kombiniert. Ziel ist es, Angst abzubauen, das Vertrauen in den eigenen Körper zu stärken und einen ersten Zugang zu emotionalen Reaktionen auf die Herzerkrankung zu ermöglichen.
Im Rahmen einer KV-Ermächtigung bieten wir eine ambulante psychokardiologische Behandlung für Patientinnen und Patienten mit Herzerkrankungen an.
Das Angebot richtet sich u. a. an Menschen
- nach Herzinfarkt, Herzoperation oder Reanimation
- mit Herzinsuffizienz
- mit Defibrillator- oder Schrittmachertherapie
- mit wiederkehrenden Herzrhythmusstörungen
- mit schwer einstellbarer arterieller Hypertonie
- bei anhaltender Angst, innerer Unruhe, Niedergeschlagenheit oder Erschöpfung im Zusammenhang mit der Herzerkrankung
Zum regionalen Herzinfarkt-Netzwerk Erzgebirge gehören:
• Kardiologiezentrum Chemnitz
• Helios Klinikum Aue
• Kliniken Erlabrunn GmbH
• Erzgebirgsklinikum Annaberg
• Rettungszweckverband Chemnitz und Umland
Ziel des Netzwerkes ist eine schnelle, leitliniengerechte Akutversorgung sowie eine strukturierte Weiterbehandlung und Nachsorge nach Herzinfarkt.
zur Pressemitteilung
Am 6. November 2023 wurde von den Vertragspartnern Zielvereinbarung des Herzinfarktnetzwerkes Chemnitz – Erzgebirge unterzeichnet. Ein strukturiertes Vorgehen beim akuten Herzinfarkt soll dabei in gemeinsamer Kooperation und Abstimmung die regionale Versorgung unsere Patienten verbessern. Dazu gehören Aufklärung, frühzeitige Diagnosestellung, ein Transport-Leitsystem sowie die rasche interventionelle Versorgung aller Patientinnen und Patienten mit akutem Herzinfarkt.
Foto: Jasmin Weidenmüller/Klinikum Chemnitz
(von links) Dr. med. Thomas Ketteler (Chefarzt Innere I, Helios Klinikum Aue), Prof. Dr. med. Karim Ibrahim (Chefarzt Innere I, Klinikum Chemnitz) Dipl.-Med. Sven Spenke (Chefarzt Innere I, Erzgebirgsklinikum), Boris Altrichter (Geschäftsführer Rettungszweckverband Chemnitz-Erzgebirge), Dr. med. Brit Scholz (Chefärztin Kardiologische Klinik, Kliniken Erlabrunn) und Dr. med. Danny Scheithauer (Ärztlicher Leiter Integrierte Regionalleitstelle) vor der Unterzeichnung der Zielvereinbarung des Herzinfarkt-Netzwerks Chemnitz-Erzgebirge
Aktuell besitzen wir nur eine Ermächtigung für die Behandlung von Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz. Alle anderen kardiologischen Untersuchungen dürfen wir nur als Privatleistung (nach GOÄ) abrechnen.
Ihre Ansprechpartner
Dr. med. Brit Scholz
Chefärztin und leitende Ärztin der Funktionsdiagnostik
Fachärztin für Innere Medizin
Schwerpunkt Kardiologie
Subspezialisierung Spezielle Rhythmologie
Zusatzbezeichnung Psychokardiologie
Zusatzbezeichnung Psychotherapie (tiefenpsychologisch orientiert - fachgebunden)
Dr.-medic Liviu Daescu
Oberarzt der Klinik für Kardiologie
Facharzt für Innere Medizin
MUDr. Jiri Bosák
Oberarzt der Klinik für Kardiologie
Facharzt für Innere Medizin/Kardiologie
Zusatzbezeichnung: Notfallmedizin
Oberarzt
Stefan Heinze
Facharzt für Neurologie