Aktuelle Meldungen der Kliniken Erlabrunn

Hier finden Sie nach Jahren und Monaten sortiert alle aktuellen Meldungen der Kliniken Erlabrunn gGmbH.

Winziger Monitor überwacht das Herz

11.07.2019 | Aktuelles

Biomonitor III
BIOMONITOR III
Kliniken Erlabrunn hat Patienten erstmals einen BIOMONITOR III injiziert, um die Ursache seines Schlaganfalls ausfindig zu machen
Die neueste Generation implantierbarer Herzmonitore ermöglicht eine präzise Überwachung der Herzaktivität und übermittelt Rhythmusstörungen zeitnah an den Arzt. Mithilfe einer App können Patienten mögliche Symptome über ein  Smartphone mit dem Arzt teilen und ihre Behandlung aktiv  unterstützen.     

Unsere Kardiologen haben einem 53-jährigen Patienten mit einem 3-fachen Schlaganfall unbekannter Ursache, zum ersten Mal einen implantierbaren Herzmonitor der dritten Generation, den BIOMONITOR III, eingesetzt. Dieser kann unregelmäßige und seltene Herzrhythmusstörungen aufspüren und helfen, die Ursache des Schlaganfalls ausfindig zu machen, um diesen adäquat zu behandeln.
Eine der häufigsten Ursachen ist das Vorhofflimmern, die weltweit häufigste und oft unbemerkt auftretende Herzrhythmusstörung. 
Der neue, von dem deutschen Medizintechnikunternehmen BIOTRONIK entwickelte, Mini-EKG-Rekorder wird über einen winzigen Schnitt auf der linken Brustseite unter die Haut injiziert. Das Gerät ist nur wenige Zentimeter groß und verfügt über ein einzigartiges Vektordesign, das hochauflösende EKG-Signale liefert. 

„Wir erwarten uns viel von dem BIOMONITOR III. Mit dem neuen Gerät haben wir ein hochzuverlässiges Diagnostikinstrument an der Hand, das bei exzellenter Signalqualität auch angenehm klein ist und in nur einem Schritt implantiert werden kann“, erklärt MUDr. Bosák, Kliniken Erlabrunn. „Neben der sicheren Arrhythmieerkennung war uns auch die Möglichkeit der telemedizinischen Betreuung äußerst wichtig. Erst hierdurch kann es uns gelingen, die Herzaktivität unserer Patienten kontinuierlich im Blick zu behalten, und unregelmäßige und seltene Herzrhythmusstörungen aufzuspüren, um schnell zu reagieren und z.B. Schlaganfälle zu verhindern“, fügt MUDr. Bosák hinzu. 

Über bis zu vier Jahre lang kann der implantierte Herzmonitor den Herzschlag der Patienten überwachen, Arrhythmien aufzeichnen und telemedizinisch mittels BIOTRONIK Home Monitoring®  an den behandelnden Arzt übermitteln. Außerdem ist es diesen Patienten erstmalig möglich, wahrgenommene Symptome mit einer App über ein handelsübliches Smartphone zu dokumentieren und ihre telemedizinischen Datenübertragungen zu verfolgen. Hierdurch wird das Selbstmanagement der Patienten im Umgang mit ihrer Erkrankung unterstützt.