Aktuelle Meldungen der Kliniken Erlabrunn

Hier finden Sie nach Jahren und Monaten sortiert alle aktuellen Meldungen der Kliniken Erlabrunn gGmbH.

Diagnostischer Meilenstein für Patienten mit Herzrhythmusstörungen – Implantierbarer BioMonitor macht Rhythmusstörungen rechtzeitig sichtbar

30.10.2012 | Aktuelles

Frau Dr. med. Brit Scholz / Ltd. Oberärztin für Kardiologie & Rhythmologie-Labor im Krankenhaus Erlabrunn
Die Kliniken Erlabrunn gGmbH implantiert als eine der weltweit ersten Kliniken den BioMonitor® zur sicheren Erkennung von Herzrhythmusstörungen

(Breitenbrunn/18.10.2012) Als einer der weltweit ersten Mediziner implantierte Frau Dr. med. Brit Scholz (ltd. Oberärztin für Kardiologie / Rhythmologie-Labor der Kliniken Erlabrunn gGmbH) einem Patienten den BioMonitor® der Firma BIOTRONIK. Das Gerät, das Patienten seit dem 11. Oktober im Krankenhaus Erlabrunn erhalten können, ist ein kleiner Herzmonitor, der im Brustbereich unmittelbar unter der Haut des Patienten implantiert wird und Herzrhythmusstörungen jederzeit und zuverlässig erfasst.

Der von dem Medizintechnikhersteller BIOTRONIK entwickelte Herzmonitor verfügt über eine besondere Technologie, mit der Herzrhythmusstörungen erstmals äußerst präzise wahrgenommen und sofort an den Arzt übermittelt werden können. Das kontinuierliche Langzeitmonitoring mit dem Implantat hat deutliche diagnostische Vorteile gegenüber der kurzzeitigen Arrhythmieüberwachung mit einem externen Gerät, das gerade einmal ein bis zwei Prozent aller Synkopen (Ohnmachtsanfälle) erkennt. Die Diagnose und das Management von Patienten mit Vorhofflimmern (AF) oder unerklärlichen Ohnmachtsanfällen werden mit dem BioMonitor erleichtert.

Zu langsame oder zu schnelle Herzfrequenzen wie das Vorhofflimmern, lassen sich ebenso sicher erkennen wie unregelmäßige Herzaktionen und plötzliche Abfälle in der Herzfrequenz.
Aktuell leiden rund ein Prozent aller Menschen an Vorhofflimmern, das bekanntermaßen zum Schlaganfall führen oder eine Herzschwäche begünstigen kann.
Der BioMonitor zeichnet jede Episode mit Elektrokardiogramm (EKG) auf und sendet die Informationen anschließend zum Arzt, ohne dass der Patient etwas dafür tun muss.

„Der BioMonitor ist ein diagnostischer Durchbruch“, erklärt Dr. B. Scholz. „Häufig gibt es Patienten, die aus unklarem Grund wiederholt bewusstlos werden oder über Schwindel klagen. Um die Situation richtig beurteilen zu können, benötigen wir eine Momentaufnahme des Geschehens. Dies ist nur über ein durchgehendes Monitoring möglich, welches unberechenbare Rhythmusstörungen aufdeckt und zeitnah übermittelt“, erklärt Dr. B. Scholz.

Der BioMonitor liefert wertvolle Hinweise für die Ursache einer Bewusstlosigkeit. Aber mindestens genauso bedeutend ist der BioMonitor für die Abklärung von Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern, welches ein häufiger Auslöser von Schlaganfällen ist. Die Mehrheit aller Erkrankten spürt diese Rhythmusstörungen jedoch gar nicht.

Die spezifischen Wahrnehmungseigenschaften des BioMonitors (ClearSense Technologie) ermöglichen eine äußerst präzise und zuverlässige Arrhythmieerkennung - über einen Zeitraum von mehr als sechs Jahren. Ein einzigartiges Drei-Vektor-Konzept erlaubt die Aufzeichnung dreikanaliger EKGs, die in ein hochpräzises Eingangssignal umgewandelt werden – unabhängig von der Lage des Implantats im Körper. Alle Signale werden auf einer Beat-to-Beat-Basis analysiert und Störsignale herausgefiltert, um sicher zwischen bedeutsamen Herzsignalen und ungefährlichem Muskelzucken unterscheiden zu können.

In Kombination mit dem vollständig automatisierten Fernnachsorgesystem, dem BIOTRONIK Home Monitoring®, bietet der BioMonitor Ärzten jederzeit qualitativ hochwertige und zuverlässige Informationen, um die richtige Therapieentscheidung treffen zu können.

Frau Dr. B. Scholz hält fest: „Der neue Herzmonitor gibt uns Ärzten besonders genaue und verlässliche Informationen an die Hand und optimiert so jeden Schritt unseres Arrhythmiemanagements — von der Diagnose über das Monitoring bis hin zur individuellen Therapie. Ärzte und Patienten profitieren somit gleichermaßen“.