Aktuelle Meldungen der Kliniken Erlabrunn

Hier finden Sie nach Jahren und Monaten sortiert alle aktuellen Meldungen der Kliniken Erlabrunn gGmbH.

40 Jahre Intensivstation im Krankenhaus Erlabrunn

13.03.2013 | Aktuelles

ChA Dr. Nestler arbeitet mit dem COPRA-System (Intensivstation)

Vor 40 Jahren, am 05.03.1973, wurde die Intensivstation des damaligen Bergarbeiterkrankenhauses Erlabrunn feierlich eröffnet.

Aus diesem Anlass fand am 05.03.2013 eine kleine „Feierstunde“ statt. Als Mitbegründer und langjährige Mitarbeiter waren die ehemalige Stationsschwester, Frau Roswitha Kraus, und der ehemalige 1. Oberarzt, Herr Dr. med. Klaus Pochodzaj, anwesend.

Die Eröffnung der Intensivstation war für die damalige Zeit etwas völlig Neues, Einmaliges und es galt anfangs, viele Hindernisse zu bewältigen, so Dr. med. Klaus Pochodzaj. Gemeinsam haben wir viele Fotodokumente aus vergangenen und jetzigen Tagen der 40-jährigen Geschichte angeschaut, und manche Episode wurde zum Besten gegeben.

Auf dem Gebiet der Intensivmedizin galt es, den ständig neuen Anforderungen gerecht zu werden. So wurde die technische Ausstattung immer entsprechend dem aktuellen Stand der Technik und Wissenschaft modernisiert. Stellvertretend hierfür sind die Einführung moderner Überwachungssysteme und Beatmungsgeräte für invasive und non-invasive Beatmung zu erwähnen. Neue Methoden, wie invasives erweitertes hämodynamisches Monitoring (PICCO), Nierenersatztherapie mit Heparin- und Citratantikoagulation (CVVH) und Punktionstracheotomie wurden etabliert.

Einen Höhepunkt stellte 2004 die Auszeichnung mit dem „Organspende-Zertifikat Sachsen“ im Rahmen einer Festveranstaltung anlässlich des Tages der Organspende durch den sächsischen Staatssekretär und die Leitung der Deutschen Stiftung Organtransplantation dar.

Ein weiterer Meilenstein war 2007 die Einführung des Patientendatenmanagementsystems COPRA, welches eine nahezu papierlose, umfassende, detaillierte und fehlerfreie Dokumentation der intensivmedizinischen Behandlung gewährleistet mit dem Ergebnis einer höheren Behandlungsqualität und Patientensicherheit.

2007 wurden wir als erste Einrichtung in Deutschland von der Stiftung Pflege e. V. mit der Auszeichnung „Angehörigenfreundliche Intensivstation“ geehrt.

Diese kontinuierliche Entwicklung unserer Intensivstation war sowohl durch das Engagement eines jeden Einzelnen und durch die enge Kooperation und Kommunikation aller Ärzte und Pflegekräfte unseres Teams als auch mit den externen Bereichen, wie Konsiliarärzte, Physiotherapie, Labor/Blutkonservendepot, Medizintechnik, Röntgen-, EDV- und DRG-Abteilung möglich.

Natürlich wird es keinen Stillstand geben. Neue Ziele und Aufgaben, wie z. B. die Einführung einer akuten Gerinnungsdiagnostik vor Ort (ROTEM) bzw. ITS-Komplettsanierung, gilt es zu meistern.
Oberstes Ziel unseres Handelns wird auch in Zukunft die kontinuierliche Gewährleistung einer hohen intensivmedizinischen Behandlungsqualität zum Nutzen der zu versorgenden Patienten unter Berücksichtigung medizinischer, humanitärer, ethisch-moralischer und ökonomischer Aspekte sein.

Dr. med. F. Nestler
Chefarzt der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin