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Herzinfarkt-Netzwerk-Chemnitz- Erzgebirge

 

1. Gegründet


Das Herzinfarkt-Netzwerk Chemnitz-Erzgebirge wurde gegründet, um die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit akutem Myokardinfarkt kontinuierlich zu verbessern – von der Akutsituation über die stationäre Behandlung bis hin zur Nachsorge und Prävention.
Ziel ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Rettungsdienst, Akutkliniken und weiterführender Versorgung.
 

2. Netzwerkpartner


Zum regionalen Herzinfarkt-Netzwerk gehören:
• Akutkliniken mit Herzkatheterbereitschaft
• Weiterbehandelnde Kliniken im Versorgungsgebiet
• Der zuständige Rettungszweckverband
Die Zusammenarbeit erfolgt interdisziplinär und sektorenübergreifend.

3. Anliegen des Netzwerks


• Verkürzung der Zeit bis zur Reperfusion
• Optimierung von Rettungswegen und Übergaben
• Einheitliche Behandlungsstandards
• Verbesserung von Aufklärung, Nachsorge und Prävention
• Reduktion von Infarktmortalität und Folgeerkrankungen

4. Stand 2026


Die Akutversorgung des Herzinfarkts ist technisch und organisatorisch hochentwickelt.
Aktuelle Schwerpunkte des Netzwerks sind:
• weitere Optimierung der Rettungskette
• Stärkung der Patientenaufklärung
• Ausbau von Nachsorge- und Präventionsangeboten

5. Aufklärung


Ein Herzinfarkt kann sich sehr unterschiedlich äußern. Gute Aufklärung rettet Leben.
Diese Seite informiert über:
• typische und atypische Symptome
• richtiges Verhalten im Notfall
• den Ablauf der Behandlung
• Nachsorge und Prävention

6. Alarmzeichen eines Herzinfarkts


Typische Symptome:
• anhaltende Brustschmerzen oder Druckgefühl
• Schmerzen im linken Arm, Rücken, Kiefer oder Oberbauch
• Atemnot, Kaltschweißigkeit, Übelkeit
Atypische Symptome (häufig bei Frauen, Älteren, Diabetiker:innen):
• Luftnot ohne Brustschmerz
• starke Erschöpfung
• Übelkeit, Oberbauchbeschwerden
• Angstgefühl
  Bei Verdacht: sofort Notruf 112

7. Rettungswege


• Frühzeitiger Notruf rettet Herzmuskel
• Der Rettungsdienst entscheidet über das geeignete Zielkrankenhaus
• Direkte Zuweisung in eine Herzkatheter-Klinik bei STEMI
Zeit ist Herzmuskel.

8. Therapie


Die Behandlung des Herzinfarkts umfasst:
• schnelle Wiedereröffnung des verschlossenen Gefäßes (Herzkatheter)
• moderne medikamentöse Therapie
• Überwachung und Stabilisierung auf spezialisierten Stationen

9. Nachsorge


Nach dem akuten Ereignis beginnt die eigentliche Genesung:
• Anpassung der Medikation
• kardiologische Verlaufskontrollen
• körperliche und seelische Stabilisierung
• ggf. Anschlussheilbehandlung / Rehabilitation

10. Prävention


Ziel ist es, einen weiteren Herzinfarkt zu verhindern:
• Kontrolle von Risikofaktoren (Blutdruck, Cholesterin, Diabetes)
• Rauchstopp
• Bewegung und Lebensstiländerung
• Medikamententreue

11. Sekundärprävention – Körper & Seele


Nach einem Herzinfarkt treten häufig psychische Belastungen auf:
• Angst, depressive Symptome
• Schlafstörungen
• Unsicherheit im Alltag
Diese können den Heilungsverlauf beeinflussen.
Eine frühzeitige Erkennung und Unterstützung sind Teil moderner Herzmedizin.
 

Informationen zu Unterstützungsangeboten finden Sie im Bereich Nachsorge.


 

 

Dr. med. Brit Scholz

Chefärztin der Klinik für Kardiologie

Leitende Ärztin Funktionsdiagnostik

Fachärztin für Innere Medizin
Schwerpunkt Kardiologie
Subspezialisierung Spezielle Rhythmologie

Zusatzbezeichnung Psychokardiologie

Zusatzbezeichnung Psychotherapie

 
 

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