Aktuelle Meldungen der Kliniken Erlabrunn

Hier finden Sie nach Jahren und Monaten sortiert alle aktuellen Meldungen der Kliniken Erlabrunn gGmbH.

Begleithündin `Alma` im Hospiz

05.03.2011 | Aktuelles

Begleithündin `Alma`


Seit September 2010 ergänzt ein neues `Mitglied` das Team im „Ergebirgs Hospiz Erlabrunn“. Ihre Besonderheit - sie kommt auf 4 Pfoten `geschlichen`.
Alma, so ruft man die Teamverstärkung, ist eine weiße Schäferhündin, nun fast ein Jahr alt und lebt im Haushalt der hundeerfahrenen Krankenschwester Kathrin Schubert.

Alma hat noch einen langen Weg der Ausbildung vor sich, um letztendlich als ausgebildete Begleithündin eingesetzt zu werden. 
Bereits jetzt, trotz dass sie noch „Grundschülerin“ ist, sorgt sie bei ihren Besuchen im Hospiz für eine willkommene Abwechslung. Wie kaum jemand sonst, versteht sie es, mit ihrer Anwesenheit die ganze Aufmerksamkeit der Hospizbewohner auf sich zu lenken. Ihr sehr weiches Fell lädt zum Streicheln ein, das wiederum von den Bewohnern als sehr angenehm empfunden wird und eine beruhigende Wirkung erkennen lässt. Alma ruft insbesondere bei den Bewohnern, die früher selbst einen Hund oder ein Haustier besaßen, Erinnerungen wach und gibt dadurch ein Stück Lebensfreude zurück. Die Bewohner freuen sich über jeden Besuch und erwarten Alma ungeduldig zum nächsten Termin.

Hat Alma `dienstfrei`, wird oft nach Ihrem Wohlbefinden gefragt und was sie macht, somit entsteht auch in ihrer Abwesenheit, sowohl bei für die Bewohner untereinander als auch zwischen den Bewohnern und den Pflegekräften, ausreichend Gesprächsstoff.

Was spielerisch aussieht, ist in Wirklichkeit harte Arbeit und erfordert Disziplin, Geduld, Konsequenz, das Einhalten klarer Regeln aber auch Liebe zum Tier. Denn Alma versucht natürlich, wie uns von Kindern bekannt ist, auch so manche Anweisung zu umgehen.

Die Anforderungen an Hund und Halter sind keineswegs zu unterschätzten und die zu erfüllenden Auflagen sind nicht gerade gering. Insbesondere ist es beeindruckend, wenn auf Grund der bereits gesammelten Erfahrungen zu beobachten ist, dass ein angeleiteter Tierbesuch nicht nur wohltuend erlebt wird, sondern auch wirklich Herzen öffnen kann.

Inzwischen steht unzweifelhaft fest, dass Tiere mit ihrem geschärften Sinn für Nuancen in vielen Fällen die besseren Therapeuten sind. Tiere schaffen es oft, Zugang zu Betroffenen zu finden. In Sachsen steckt die Arbeit und Therapie mit Tieren noch in den Kinderschuhen, in anderen Bundes-/ Ländern ist dies bereits geübte Praxis.

Schon die einfache Anwesenheit eines Tieres, das bloße Streicheln oder auch das engere Kuscheln im weichen Fell lässt oft Schranken fallen und bietet für die Menschen, die in Heimen, Hospizen etc. leben, etwas ganz Besonderes. Die Zuwendung und Aufmerksamkeit sowie das Betrachten des Hundes führt zu einer positiven inneren Stimmung und zur Konzentration auf etwas Schönes. Dies hat erstaunliche Effekte auf das Wohlbefinden und eine entspannende Wirkung. Das Tier selbst erfährt extreme Aufmerksamkeit, eine Umgebung in der es im Mittelpunkt steht und manchmal auch verwöhnt wird. Das ist in einer modernen und vor allem von Hektik geprägten Zeit auch für den Hund eine gute Erfahrung, die ihn diese "Arbeit" gern tun lässt.

In einigen Pflegeeinrichtungen ist die Tierhaltung untersagt und Bewohner müssen sich aufgrund der Aufnahme schweren Herzens von ihren Tieren trennen. Durch den Kontakt zu Tieren wird jedoch gerade alten und schwer kranken Menschen ein Stück Lebensfreude gegeben.

Alma brachte Leben und Freude in unser „Erzgebirgs Hospiz Erlabrunn“ und man wünscht sich, dass sie ihre weitere Ausbildung mit Erfolg absolviert und dass sich Alma als unser „Engel auf Vier Pfoten“ fest in das Hospiz etabliert.

Almas „Frauchen“ danken wir dafür, dass sie ihre Idee mit Alma verwirklichte und sich den theoretischen und praktischen Ausbildungsanforderungen neben ihrer Arbeit in unserem Hospiz stellt.

(Weitere Informationen zum "Erzgebirgs Hospiz Erlabrunn" finden Sie unter: www.erzgebirgshospiz-erlabrunn.de)