Bevor die Akupunktur durchgeführt werden kann, muss eine richtige Diagnose auf TCM gestellt werden. Das ist die Voraussetzung für den Therapieplan und den Therapieerfolg.
Man benutzt sehr häufig sterilisierte Einmalnadeln oder sterilisierte normale Stahlnadeln, die in unterschiedlichen Winkeln angesetzt und verschieden tief eingestochen werden. Das Drehen, Heben oder Senken der Nadel stimuliert den Punkt zusätzlich, so dass das Qi über den Punkt zugeführt oder abgezogen werden kann. Hierfür kann das gestörte Yin- und Yang-Gleichgewicht wieder normalisiert werden. Der Stich ist nur wenig schmerzhaft.
Beim Nadelstechen kann der Patient ein Nadelgefühl bekommen, mit dem es zu Empfindungen von Wärme, Kälte, Kribbeln, Druck, Taubheit oder Schwere usw. kommen kann. Diese Empfindungen, die «De-Qi-Gefühle» genannt werden, bedeuten, dass der Therapeut in die Punkte richtig eingestochen hat. Die Nadeln bleiben 15-20 Minuten in der Haut und können in dieser Zeit mehrmals stimuliert werden (Heben, Stechen, Drehen, mit Strom, mit Hitze usw.).
Je nach Ausbildung jeweiliger Schule ist die Technik unterschiedlich. Weitere Maßnahmen wie elektrische Stimulation oder Einspritzen von bestimmten Substanzen ergänzen die Technik.
Eine Akupunktur-Behandlung wird im Abstand von einmal täglich bis zu einigen Tagen wiederholt und umfasst in der Regel 6 bis 10 Sitzungen.